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Wissensbeitrag / Stillzeit

Blähungen und Verdauungsprobleme bei Babys

Wohlfühlen beginnt in Babys Bäuchlein. Doch auch bei jedem zweiten gesunden Baby zwickt es manchmal im Bauch. Hier erfahren Eltern, warum das ganz normal ist, wie sie helfen können und welchen Einfluss die Ernährung hat.

Viele Babys leiden in den ersten Lebenswochen und -monaten unter Verdauungsproblemen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Hauptgrund ist oftmals, dass das kindliche Verdauungssystem noch nicht so gut funktioniert wie das eines Erwachsenen. Die Darmflora muss sich erst entwickeln und reifen. Anfangs sind zudem zu wenige Enzyme wie Laktase vorhanden, die den Milchzucker – die sogenannte Laktose – aufspalten. So wandert zu viel Laktose unverdaut in den Dickdarm des Babys und es entstehen unangenehme Blähungen.

Auch Verstopfungen sind keine Seltenheit. Sie kommen beispielsweise zustande, wenn Fette und Kalzium in der Nahrung zu sogenannten Kalkseifen verklumpen. Gestillte Babys leiden in den ersten Monaten nur selten unter Verstopfung. Bei Babys, die mit der Flasche ernährt werden, oder Babys, die bereits Beikost bekommen, kann es häufiger zu festem Stuhl kommen.

Fünf Tipps, was du tun kannst

1. Um Blähungen loszuwerden, lasse dein Baby nach der Trinkmahlzeit aufstoßen, damit verschluckte Luft entweichen kann. Falls dein Kind sehr hastig trinkt, ist auch ein Bäuerchen während der Mahlzeit sinnvoll.

2. Zudem können Eltern den Babybauch sanft mit Babyöl massieren. Dazu streichen Eltern einfach mit dem Zeige- und Mittelfinger im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel. Strecken und Anziehen der Beinchen hilft ebenfalls dabei, die überschüssige Luft loszuwerden.

3. Das Strampeln entkrampft und regt die Verdauung an. Auch der Fliegergriff entlastet das Baby bei Blähungen. Dabei liegt das Baby in Bauchlage auf deinem Unterarm und ruht mit dem Köpfchen in Richtung deiner Armbeuge.

4. Bei voll gestillten Kindern kann auch die Ernährung der Mutter einen Einfluss haben. Allerdings brauchst du nicht von vornherein auf bestimmte Lebensmittel wie Kohlgemüse oder Hülsenfrüchte zu verzichten, denn jedes Baby reagiert anders. Wenn du ein bestimmtes Lebensmittel im Verdacht hast, lasse es für ein paar Tage weg und beobachte, ob es deinem Baby besser geht.

5. Bei Verstopfung solltest du darauf achten, dass dein Baby ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Dauern die Beschwerden an, sprich bitte mit deinem Kinderarzt.

Schlagworte zum Beitrag

Magen-Darm-Problem Stillzeit Koliken

Beitrag von Christina Frank-Eichberger

Christina Frank-Eichberger

Oecotrophologin und zweifache Mutter

Durch das Stillen ist der Nährstoffbedarf erhöht. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung der Mutter in dieser Phase sehr wichtig.

Christina Frank-Eichberger

Oecotrophologin und zweifache Mutter

Durch das Stillen ist der Nährstoffbedarf erhöht. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung der Mutter in dieser Phase sehr wichtig.

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