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Wissensbeitrag / Kleinkindalter

Tipps zum Start in die Familienkost

Viele Eltern glauben, dass mit dem Start in die Familienkost Kinder alles essen können, was auch Erwachsene essen. Dies führt jedoch häufig dazu, dass die Ernährung von Kleinkindern nicht optimal ist. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) empfiehlt deshalb eine optimierte Mischkost, kurz Optimix.

Kleinkinder befinden sich in einer intensiven Wachstums- und Entwicklungsphase und haben daher einen besonders hohen Nährstoffbedarf. Sie sind keine kleinen Erwachsenen. Um das Kind an ein vielseitiges Essen zu gewöhnen, ist die Einführung in die Familienkost der beste Zeitpunkt: Bis zum Alter von 18 bis 24 Monaten hat das Kind noch wenig Berührungsängste und probiert alles, was auf seinem Teller liegt. Eltern sollten diese Phase also nutzen, um ihr Kind an eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung zu gewöhnen.

Altersgerechte Kleinkindernährung nach Optimix

Doch was ist eine kleinkindgerechte Kost? Studien zeigen, dass Kleinkinder in Deutschland in der Regel nicht optimal versorgt sind und zu wenig Vitamin D, Eisen, Jod, Folsäure und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen. Aber sie verzehren zu viel Eiweiß, gesättigte Fettsäuren und Natrium. Um sicherzustellen, dass das Kleinkind wirklich alle Nährstoffe erhält, die es für seine gesunde Entwicklung benötigt, hat das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) die sogenannte Optimix-Ernährungspyramide entwickelt. Optimix steht für eine optimierte Mischkost. Die Pyramide dient Eltern als Orientierung und zeigt auf, welche Lebensmittel reichlich und welche selten verzehrt werden sollten.

Für Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Ballaststoffe sollten reichlich pflanzliche Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen – am besten fünf kinderhandgroße Portionen Obst und Gemüse pro Tag (insgesamt 250–300 g). Dazu kommen täglich Getreideprodukte, am besten Vollkorn. Fleisch, Wurst, Fisch und Eier sind wichtig, um das Kind mit Eiweiß, Zink, Vitamin B und Jod zu versorgen. Dennoch sollten tierische Lebensmittel in Maßen verzehrt werden, zum Beispiel drei Portionen Fleisch und Wurst; ein bis zwei Fischgerichte und ein bis zwei Eier pro Woche. Anders sieht es aus mit Milch und Milchprodukten. Weil darin wichtige Nährstoffe wie Kalzium und hochwertiges Eiweiß stecken, sollten es etwa drei Portionen Milch- oder Milchprodukte (insgesamt 300–330 ml) über den Tag verteilt sein. Süßigkeiten sowie salz- und fetthaltige Knabbereien sollten Eltern nur sparsam anbieten.

Größe der Portionen? Die Kinderhand als Richtwert

Die Portionsgrößen werden dabei im wahrsten Sinne des Wortes nach der Faustformel berechnet, denn der Magen eines Menschen ist im Durchschnitt so groß wie die eigene Faust. Eine Portion entspricht also etwa einer Kinderhand.

Übrigens: Gegen eine vegetarische Ernährung im Kleinkindalter ist nichts einzuwenden, sofern das Kind ausreichend mit Eisen versorgt wird. Eine vegane Ernährung von Kleinkindern wird in Fachkreisen dagegen abgelehnt.

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Beitrag von Alexandra Rau

Alexandra Rau

Ernährungswissenschaftlerin

Eine kleinkindgerechte und ausgewogene Ernährung liefert die Nährstoffe, die für die Entwicklung deines Kleinkindes wichtig sind und trägt so zu seiner langfristigen Gesundheit bei.

Alexandra Rau

Ernährungswissenschaftlerin

Eine kleinkindgerechte und ausgewogene Ernährung liefert die Nährstoffe, die für die Entwicklung deines Kleinkindes wichtig sind und trägt so zu seiner langfristigen Gesundheit bei.

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