Wissen, Tipps & Austausch

Wissensbeitrag / Kleinkindalter

Keine Lust zu essen? So können Eltern ihr Kind motivieren

Ob allein am Tisch oder bei den gemeinsamen Mahlzeiten – dein Kind lässt sich für das Essen nicht so recht begeistern? Schwierige Esser können ihre Eltern zum Verzweifeln bringen. Die folgenden Tipps helfen dabei, Kindern Lust auf gesunde Familienkost zu machen.

Eigentlich sind Kleinkinder nicht wählerisch. Sie mögen nur nicht immer das, was die Erwachsenen gut finden. Kein Wunder, denn die Vorliebe für Obst und Gemüse wurde den Menschen nicht in die Wiege gelegt, sondern muss – anders als die Vorliebe für Süßes und Salziges – durch ständige Wiederholung erlernt werden. So haben Studien ergeben, dass Kindern ein neues Nahrungsmittel in der Regel acht bis zehn Mal angeboten werden muss, bis sie es als vertraut und wohlschmeckend akzeptieren.

Völlig normal – Kinder essen mal wie ein Spatz, mal wie ein Löwe

Damit die gemeinsamen Mahlzeiten nicht in ständigen Diskussionen oder einem Machtkampf enden, sollten Eltern vor allem gelassen bleiben. Kinder haben ein natürliches Gefühl für Sättigung und nehmen in der Regel genug Nährstoffe für die gesunde Entwicklung ihres Organismus auf, auch wenn sie scheinbar zu wenig essen. Deshalb sollten Eltern diesen Problemen nicht zu viel Bedeutung beimessen. Dennoch gibt es kleine Tipps und Tricks, mit denen Eltern ihrem Nachwuchs Lust auf gesunde Ernährung machen können. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr: Unsere Ernährungsgewohnheiten prägen auch unser Essverhalten im Erwachsenenalter.

Das kannst du tun:

  • Sei Vorbild! Nur wenn du selbst Gesundes isst, wirst du dein Kind ebenfalls dazu ermutigen können.
  • Lass dein Kind selbstständig essen, wenn es das möchte – auch wenn noch einiges danebengeht. Auf diese Weise lernt es die zum Essen nötigen motorischen  Fähigkeiten.
  • Lass dein Kind in der Küche mithelfen, z. B. Früchte waschen und abtrocknen, Gemüse in den Topf legen. Wer beim Zubereiten der Mahlzeit dabei war, ist stolz auf das Ergebnis und viel eher bereit, es zumindest zu kosten.
  • Verwandle Obst und Gemüse: Früchte lassen sich gut als Püree in Quark oder Milchreis einrühren. Auch Gemüse kann „versteckt“ werden, indem man es püriert und unter Kartoffelbrei oder Hackfleischsoße mischt.
  • Dekoriere Brotscheiben oder Kartoffelbrei mit Gesichtern aus Erbsen, Möhren, Radieschen und Schnittlauch. Oder erfinde eine Geschichte rund um das Gericht oder das Nahrungsmittel – das macht neugierig.
  • Du entscheidest, was wann und wie oft auf den Tisch kommt. Aber wie viel dein Kind bei der jeweiligen Mahlzeit isst, solltest du ihm selbst überlassen. Nur so kann sich das natürliche Sättigungsgefühl entwickeln.
  • Streiche Speisen, die dein Kind einmal abgelehnt hat nicht vorschnell aus dem Speiseplan. Biete deinem Kind die Speise ruhig später nochmal an und ermutige es, wenigstens eine kleine Menge davon zu probieren - und lobe es anschließend.

Schlagworte zum Beitrag

Essverhalten Ernährung Kleinkind

Beitrag von Alexandra Rau

Alexandra Rau

Ernährungswissenschaftlerin

Eine kleinkindgerechte und ausgewogene Ernährung liefert die Nährstoffe, die für die Entwicklung deines Kleinkindes wichtig sind und trägt so zu seiner langfristigen Gesundheit bei.

Alexandra Rau

Ernährungswissenschaftlerin

Eine kleinkindgerechte und ausgewogene Ernährung liefert die Nährstoffe, die für die Entwicklung deines Kleinkindes wichtig sind und trägt so zu seiner langfristigen Gesundheit bei.

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